Zuhause ankommen

Seit über neun Jahren sind wir als „Kirche für Oberberg“ unterwegs. Es wird Zeit anzukommen – zuhause anzukommen. Die Entscheidung, ein eigenes Zuhause zu schaffen, wurde uns unter anderem dadurch abgenommen, dass uns die Räumlichkeiten auf dem Steinberg zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen. Die evangelische Kirche (der das Gebäude gehört) will das Haus verkaufen. So wurden wir herausgefordert, über die Zukunftspläne der KfO nachzudenken. Da der Kauf des Gebäudes auf Grund von zu hohen Renovierungskosten (Straße wird neu gebaut, Erneuerung der Elektrik, Isolierung der Fenster usw.) keine echte Alternative bietet, bleibt eigentlich nur der uralte KfO Traum: Ein Zuhause direkt am Puls der Stadt Gummersbach - zentral, gesellschaftsrelevant, innovativ, sozial engagiert und vor allem mit offenen Armen und liebevollem Herzen für die Menschen in Gummersbach. Von der Gründung an schlummerte der Traum in unseren Herzen, eines Tages auf dem neuen Steinmüller-Gelände Gottesdienst zu feiern, da wo in Zukunft der VfL Gummersbach seine Handballspiele austrägt, mit genau so vielen Besuchern. Und nun gehen wir mit großen Schritten diesem Traum entgegen…

Es ist ein Vorrecht, miterleben zu dürfen, wie in nur neun Jahren die Zahl der Gottesdienstbesucher von 0 auf 300 stetig angewachsen ist und wie etliche unserer Freunde Gott kennengelernt haben. Wir konnten erfahren, wie bei vielen Menschen Aufbruch, Erneuerung und Umdenken geschehen ist. Gott baut mit der KfO sein Reich. Wir dürfen mit dabei sein!
Gott hat der KfO begnadete Leiter und Mitarbeiter geschenkt, die von Anfang an die Vision hatten, eines Tages auf dem neuen Steinmüller-Gelände Gottesdienste zu feiern und Gemeinde im Zentrum von Gummersbach - ganz nah bei den Menschen - zu bauen. Hier Auszüge aus dem KfO-Archiv:
21. Mai 2003: „Ich will eine Gemeinde, die am gesellschaftlichen Leben teilnimmt“ Heinrich Peters

21. Mai 2003: „Jeder soll sich wohlfühlen, angenommen und geliebt wissen.“ Harry Löwen

25. Mai 2003: „Sonntagsstunde wird die wichtigste und schönste Stunde der Woche für die Kinder.“ Miriam Friesen

Im Februar 2005 haben wir als ganze Gemeinde (damals etwas über 60 Mitglieder) folgendes formuliert: „Wir träumen von Gottesdiensten in einer Multifunktionshalle auf dem Steinmüllergelände.“

15.11.2008: Am KfO-Abend haben wir festgehalten, dass wir neben den Gottesdiensten in der Multifunktionshalle zwei weitere Einrichtungen brauchen: Einen Gastronomie-Bereich für Gemeinschaft vor und nach den Gottesdiensten und einen Kidsplanet sowohl für die Kindergottesdienste als auch zum Spielen nach dem Gottesdienst. Der Gastronomie-Bereich wird nächstes Jahr zwischen Halle 32 und unserem Neubau von der Stadt errichtet. Der Kidsplanet wird in unserem Neubau verwirklicht.

Beim Visionsabend mit den Hauskirchenleitern am 04.09.2009 wurde festgehalten: „Wir wollen ab 2012 unsere Sonntagsgottesdienste in der Halle 32 feiern. Es ist ein Zwischenschritt, bevor wir in die Multifunktionshalle gehen.“

Unser neues Zuhause soll mehr werden als nur ein Gebäude-wir KfOler wollen es mit Leben füllen!!! Unser Ziel ist es, mit Gottes Hilfe einen Ort zu schaffen, an dem sich jeder geborgen und angenommen fühlen kann. Eine gemütliche, häusliche Atmosphäre soll zu intensiven Gesprächen oder einfach zum Zurücklehnen einladen. Denn auch für uns selbst ist es wichtig, einmal aufzutanken und durch andere Hilfe und Liebe zu erfahren. Nur so können wir gestärkt in die Welt hinaus gehen und für andere Menschen da sein!

Wir als KfOler sehen unseren Auftrag vor allem darin, für die Menschen in Gummersbach da zu sein, sie zu lieben und ihnen von der Hoffnung zu erzählen, die wir in Jesus gefunden haben! Dabei wollen wir nicht darauf warten, dass die Menschen zu uns kommen, sondern wir wollen zu ihnen gehen. Deshalb sind wir der Überzeugung, dass unser neues Zuhause nicht nur uns selbst, sondern auch allen anderen Menschen in Gummersbach dienen soll! Viele sollen sich dort zuhause und angenommen fühlen. Wir haben große Träume und einen noch größeren Gott!!!

Wir wollen das Neubau-Projekt nutzen, um Gemeinschaft im biblischen Sinne zu üben. In Apostelgeschichte 4,32 heißt es: „All die vielen Menschen, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, waren ein Herz und eine Seele. Niemand von ihnen betrachtete etwas von seinem Besitz als persönliches Eigentum; alles, was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam.“ Es soll „unser“ Projekt werden als ganze Gemeinde. Jeder trägt sein Möglichstes dazu bei. Von dem Gesellschaftsgedanken „Jeder macht sein eigenes Ding“ wollen wir uns bewusst distanzieren und mit dem gemeinschaftlichen Bau positive Akzente setzen.

Der Grund der Umzüge lag in den stetig wachsenden Besucherzahlen. So waren wir immer wieder gefordert, neue Räume zu finden. Gott hat uns jedes Mal auf wunderbare Weise neue Türen geöffnet, wenn wir uns im Glauben voran gewagt haben. Unsere „Visions“-Geschichte lässt uns hoffen, dass Gott auch die Türen auf dem Steinmüllergelände öffnen wird. Wir sind gespannt.